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Tarifbindung im Einzelhandel weiter rückläufig

Tarifbindung im Einzelhandel weiter rückläufig

Nach dem jetzt veröffentlichten Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Agentur für Arbeit waren 2017 noch 35 Prozent der Einzelhandels-Beschäftigten in Westdeutschland und 25 Prozent in Ostdeutschland an den Branchentarifvertrag gebunden. 5 Prozent im Westen und 3 Prozent im Osten unterlagen einem Haus-/Firmentarifvertrag. Damit galt für 60 Prozent der Einzelhandels-Beschäftigten im Westen und für 72 Prozent im Osten kein Branchentarifvertrag.

Das IAB fragt die Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind, auch danach, ob sie sich bei ihren Löhnen und Gehältern am Branchentarifvertrag „orientieren“. Diese Frage haben 44 Prozent der westdeutschen nicht tarifgebundenen Betriebe bejaht, im Osten waren es 37 Prozent. Die Frage nach der „Orientierung“ am Branchentarifvertrag bezieht sich ausdrücklich nur auf Löhne und Gehälter, nicht auf andere Arbeitsbedingungen.

Im Vergleich zu 2016 ging die Branchentarifbindung der Betriebe im Einzelhandel im Westen um 3 Prozent-Punkte und im Osten um einen Prozent-Punkt zurück. Deutlicher fiel die „Orientierung am Branchentarifvertrag“ der nicht tarifgebundenen Betriebe zurück: Von 54 Prozent auf 44 Prozent im Westen und von 45 Prozent auf 37 Prozent im Osten.

Nach derselben Erhebung unterlagen in Westdeutschland noch 26 Prozent (2016: 25 Prozent) der Einzelhandels-Betriebe (nicht Unternehmen) und in Ostdeutschland 13 Prozent (2016:14 Prozent) dem Branchentarifvertrag.

Das IAB untersucht bei seinem Betriebspanel rund 15.500 Betriebe aller Branchen. Aufgrund des Aufbaus der Zufallsstichprobe sind die Ergebnisse repräsentativ für die rund 2,1 Millionen Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Insgesamt sind in diesen Betrieben etwa 38,2 Millionen Personen beschäftigt.

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